Wir freuen uns, dass Frau Dr. Benecke ab August wieder unser Praxisteam verstärken wird!

Unsere Praxis

transgingivale, flapless und minimalinvasive Implantation

Wir bleiben heute bei der Implantologie mit den Schlüsselwörtern transgingivale, flapless und minimalinvasive Implantation.

Alle Begriffe haben dieselbe Bedeutung. Es werden auf einem zahnlosen Kieferabschnitt Implantate gesetzt, ohne dass die Gingiva (das Zahnfleisch) geschnitten wird.

Herkömmlich und auch heute noch in den meisten Fällen praktiziert wird nach einem kleinen Längsschnitt das Zahnfleisch ungefähr 5 bis 8 mm nach beiden Seiten vorsichtig vom Knochen gelöst. In den nun freiliegenden Knochen wird der Implantatschacht gebohrt, das Implantat eingedreht und das vorher eingeschnittene Zahnfleisch über dem Implantat vernäht.

Die Protagonisten der transgingivalen Methode vermeiden den Schnitt und versprechen sich davon eine geringere Belastung des Patienten.

Es wird danach ein kreisrundes Loch in das Zahnfleisch gestanzt und das Implantat in die Mitte gesetzt. Im anderen Fall wird nicht gestanzt. Für das

Implantat, meistens sind das im Durchmesser reduzierte Implantate, wird der Implantatschacht durch das Zahnfleisch in den Knochen gebohrt.

Was jetzt folgt ist kein wissenschaftlicher Beitrag, sondern meine Meinung zu dieser Methode.

Ich bevorzuge diese Methode nicht, da ich für mich nur Nachteile und keine Vorteile erkennen kann.

Diese Methode setzt ein ideales Knochenangebot in Höhe und Breite voraus. Bei all meinen Implantationen unter diesen Voraussetzungen, aber auch weit darüber hinaus, war der von mir vollzogene Schnitt nach 2 Tagen zusammengewachsen. Die Patienten hatten in jedem Fall keine Wundschmerzen. Wenn überhaupt bleibt die lappenlose Implantatsetzung nur dem wirklichen Könner vorbehalten. Jedes Röntgenbild ist zweidimensional.

Ohne die dritte Dimension, also ohne räumliche Orientierung über ein DVT oder CT, ist aus meiner Sicht diese Methode nicht praktikabel. Aber auch

diese Bilder sind wie in größerem Maß die Röntgenbilder nicht die Wirklichkeit selber, sondern nur deren Abbild. Nicht selten findet man bei der Implantatoperation noch kleine Entzündungsherde, die entfernt gehören, transgingival aber nie entdeckt worden wären. Einige Implantathersteller suggerieren auch diese transgingivale Implantation als besonders einfach, was Anfänger verleitet, dies zu praktizieren. Das ist ein fataler Irrtum, wie ich ihn aus einigen Gutachterfällen kenne. Der knöcherne Kieferkamm entspricht in den seltensten Fällen der verkleinerten Gestalt des ganzen Kieferkamms.

Ich sehe in dieser Methode keine Vorteile.

Dr. Rainer Littinski

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