Wir freuen uns, dass Frau Dr. Benecke ab August wieder unser Praxisteam verstärken wird!

Unsere Praxis

Der Schlüssel zum Erfolg „Das Paxiskonzept“

Die Bedeutung des Begriffs „Konzept“ dürfte jedem klar sein und damit auch die Tatsache, dass ein Konzept für die Dinge des Lebens außerordentlich hilfreich ist, vor allem, wenn es sich um wichtige Dinge handelt.

Vielfach wird erst das Vorhandensein eines schlüssigen Konzepts die Garantie für den Erfolg.

Wie ist das nun in der Zahnheilkunde. Bestimmt ganz genauso.

Grundsätzlich kann man zwei Konzepte für die Ausübung der Zahnheilkunde unterscheiden:

Das eine ist das Konzept der Konzeptionslosigkeit, denn es verwaltet die lebenslange Munderkrankung der Patienten. Nach dem anderen Konzept wird die Mundgesundheit verwaltet. Diesen gravierenden Unterschied der Konzepte ist meine Behauptung, die ich im Folgenden erklären will:

Schauen wir zuerst auf die Praxen, die konzeptionslos die Verwaltung der ständigen Munderkrankungen ihrer Patienten zum Konzept gewählt haben.

Unter anderem erkennt man diese Praxen an der Antwort auf die Frage: „Nehmen sie denn noch Patienten an?“. Eine Frage die oft genug oder immer wiederkehrend mit „nein“ oder „im Moment nicht“ beantwortet wird. Woher kommt diese Auslastung oder Überlastung? Allein die Frage impliziert doch schon einen ziemlichen Widerspruch. Eine Zahnarztpraxis lebt doch eigentlich von neuen Patienten. Eigentlich!!!

Woran liegt das? Die Antwort heißt: am falschen Konzept und der fehlenden therapeutischen Konsequenz.

Es fehlt die zu Beginn eigentlich geforderte und unerlässliche eingehende Erfassung der Munderkrankungen mit der dann folgenden konsequenten Behandlung bis hin zur Mundgesundheit. Deshalb verwalten die allermeisten Zahnarztpraxen, es sind wahrscheinlich weit über 70%, einen sehr großen Pool von Patientinnen und Patienten. Je nach Bedarf eines Patienten aus diesem Pool, Verlust einer Füllung oder eines Zahns, Schmerzen oder die Entdeckung einer kariösen Läsion, meldet sich der Patient in der Praxis, erhält einen Termin oder mehrere, um dieses Problem zu lösen. Dann wird nur dieses Problem therapiert. Bestehende Erkrankungen im Mund, die noch nicht akut in Erscheinung getreten sind, werden nicht erkannt oder ausgeblendet. Beim nächsten Zwischenfall wird die Praxis wiederum aufgesucht usw. Die Patientin oder der Patient wird damit ein Leben lang therapiert.  So werden Mundkrankheiten verwaltet und notwendige therapeutische Maßnahmen verschleppt oder gar nicht erst ausgeführt. Das ist ein grundsätzlicher Fehler in der Berufsauffassung und keine Bagatelle. Nicht erkannte kariöse Läsionen werden größer und tiefer, führen zu einer dann notwendigen Wurzelbehandlung, die aufwendig und teuer ist oder zum Verlust eines Zahns. Eine bestehende Parodontitis (volkstümlich Parodontose) wird nicht erkannt und führt zu Allgemeinerkrankungen und zum Verlust von Zähnen. Die immer vorhandene Mundkrankheit muss für den ganzen Patienten schädlich sein.

Das bessere und einzig richtige Praxiskonzept funktioniert ganz anders und setzt sich auch ganz allmählich durch. Und das geht so:

Die Patientin oder der Patient kommt zum ersten Mal in die Praxis. Den vorher zugeschickten Anamnesebogen bringt sie oder er ausgefüllt zu diesem Termin mit. Die Angaben werden gemeinsam besprochen. Dann erfolgt die akribische Untersuchung der Mundhöhle, also der Zähne, des Zahnhalteapparates, wir nennen das Parodontium, und der Mundschleimhaut und die Auswertung des vorher gefertigten großen Röntgenbildes. Die Ergebnisse werden umgangssprachlich und verständlich erläutert, die Wünsche des Patienten einbezogen und die Tendenz einer möglichen Therapie angesprochen. Wir veranschlagen für diesen Termin 30 Minuten.

Anlässlich der zweiten Sitzung wird gemeinsam mit dem Patienten der Therapieplan erarbeitet. Dabei wird der Weg zur Mundgesundheit genau beschrieben. Das betrifft die Zeitdauer der künftigen Behandlung, die Terminfrequenz und die Kosten. Dann beginnt die Behandlung. Das Ziel ist Mundgesundheit. Je nach Aufwand kann diese Therapie wenige Wochen oder ein bis zwei Jahre andauern. Danach gibt es nichts mehr zu behandeln. Der Patient ist mundgesund. Jetzt wird die Mundgesundheit verwaltet, nicht wie in dem anderen Fall die Munderkrankung.

Der nun mundgesunde Patient wird in die Prophylaxe entlassen, kommt ein bis viermal jährlich zur professionellen Zahnreinigung und einmal im Jahr zur zahnärztlichen Untersuchung. Mögliche kleine Schäden werden sofort behandelt, größere können so nicht entstehen. So besteht lebenslange Mundgesundheit.

Das ist das richtige sehr schlüssige und überzeugende Konzept, der goldene Weg, kurz gesagt moderne Zahnheilkunde und nicht Zahnkrankheitskunde. Und dann wäre auch die Frage eines potentiellen Patienten oder einer potentiellen Patientin:

„Nehmen sie noch Patienten an?“ eher irrelevant.

Ja genau! Die Praxen mit dem Pool mundkranker Patienten kommen bei einer bestimmten Anzahl dieser Patienten an ihre Kapazitätsgrenzen und nehmen keine neuen Patienten mehr auf. Die Praxen mit dem Pool mundgesunder Patienten sind jedoch auf ständige Neuaufnahmen neuer zu heilender Patienten angewiesen, da die therapierten Patienten mundgesund sind.

Zusammenfassend bleibt dann auch logisch festzustellen, dass die fortgebildete Zahnärztin oder der genauso aufgestellte Zahnarzt ob jung oder älter mit dem richtigen Praxiskonzept den nicht fortgebildeten Zahnärztinnen und Zahnärzten mit dem die Mundkrankheit verwaltenden Praxiskonzept fachlich deutlich überlegen sind.

Fazit für potentielle Patienten:

Seien sie klug bei der Auswahl ihrer Zahnärztin, ihres Zahnarztes. Das hier vorgestellte Konzept der Mundgesundheit ist ein starkes Kriterium. Es werden hier noch weitere folgen.


Dr. Rainer Littinski

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