Wir freuen uns, dass Frau Dr. Benecke ab August wieder unser Praxisteam verstärken wird!

Unsere Leistungen

Prothetik

Der Begriff Prothetik beschreibt die Maßnahmen zur Restaurierung von Zähnen durch Kronen oder den Ersatz fehlender Zähne.

Dieser Ersatz kann fest sitzend oder herausnehmbar sein. Welcher Zahnersatz für Sie zutreffen könnte, ist natürlich von einigen medizinischen Faktoren abhängig, wird aber sehr weit durch Ihren Wunsch (Anspruch, finanzielle Möglichkeiten) bestimmt.

Kronen

Ist ein Großteil der Zahnhartsubstanz zerstört (40% oder mehr) kann eine Füllung den Zahn nicht mehr zuverlässig schützen. Das kann dann nur noch eine Krone.In diesem Fall wird an dem betroffenen Zahn soviel Hartsubstanz inklusive Füllungsmaterial entfernt, wie eine Krone an Platz benötigt. Seitdem es gefräste Keramik und zuverlässige Haftmittel gibt, muss eine künstliche Krone nicht mehr in jedem Fall bis zum Zahnfleisch ausgedehnt werden. Gesunde Anteile der natürlichen Krone können so konsequent erhalten bleiben.

Veneers oder Schalenverblendungen

Diese prothetische Versorgungsart ist ebenso elegant wie anspruchsvoll.

Der wesentliche Unterschied zu einer herkömmlichen Krone besteht in der Ausdehnung. Bei einem Veneer wird nur eine Fläche des Zahns, in der Regel die zur Lippe (labial) oder Wange (bukkal) gerichtete, keramisch restauriert. Bevorzugte Zähne sind die Frontzähne. Es wird also auch nur die labiale oder bukkale Fläche präpariert (beschliffen) und zwar außerordentlich zart, zwischen 0,6 und 0,8 mm.

Die Schneidekante wird in die Präparation mit einbezogen. Der Zahntechniker fertigt dann nach erfolgter Abformung auf dem Gipsmodell die Keramikschale. Im Mund wird diese mit Hilfe spezieller Klebeverfahren fest mit dem betroffenen Zahn verbunden. Ästhetisch kann man mit dieser Methode sehr viel richten bis “zaubern“.

Der große Vorteil gegenüber der Krone liegt in der Zahnhartsubstanzschonung. Möglich wurde die Veneertechnik erst mit der Einführung moderner Klebetechniken.
Richtig angewandt bietet diese Methode nur Vorteile. Ein möglicher Nachteil könnte im hohen Aufwand und ebensolchen Kosten liegen.

Ersatz fehlender Zähne

Die totale Prothese

In diesem Fall ist der Ober- und Unterkiefer zahnlos. Die Prothesen können nur noch über die Saugkraft im Mund halten. Das geschieht einmal über das s.g. Außenventil, den Prothesenrand und das Innenventil, die Prothesenflächen. Die Herausforderung besteht darin, die Ausdehnung der Prothesen richtig zu bestimmen. Weitere Hürden auf dem Weg zum Erfolg verlangen ein aufwendiges und akribisches Vorgehen. Wir therapieren in unserer Praxis erfolgreich nach der Methode Prof. Gutowskis. Entscheidend verbessern kann man den Halt von Totalprothesen, v. a. im Unterkiefer schon mit nur 2 Implantaten (siehe auch Implantate).

Die subtotale Prothese

Sind nur noch wenige Zähne in einem Kiefer vorhanden, werden diese für die Befestigung der Prothese genutzt. Die einfachste Form ist die mit federnden Klammern befestigte Kunststoffprothese. Diese darf nur als Übergangsprothese Verwendung finden. Auf Dauer würde sie die Restbezahnung schädigen.

Die etwas bessere Lösung ist die sog. Modellgussprothese. Diese Prothesenart ist schon ein wenig anspruchsvoller. Sie verfügt über eine gegossene Basis und gegossene Klammern und wird als Dauerlösung auch von den Kassen akzeptiert. Nachteile sind die Retention (Zurückhalten) von Speisenanteilen und die unphysiologische, da außeraxiale, Belastung der Klammerzähne.

Die Teleskopprothese

Über den Ersatz von fehlenden Zähnen mit Brücken ist hier schon ausgeführt worden. Nicht wenige Patienten fragen aber auch über die in der Reihenfolge nächstbeste Versorgung nach Implantaten oder Brücken. Aber auch ohne diese explizite Frage durch den Patienten gehören die Implantatalternativen zu einer seriösen prothetischen Beratung.

Für den Ersatz von Zähnen in Einzellücken oder bei dem Fehlen von 2 Zähnen in Zwischenlücken (am Anfang und am Ende der Lücke steht noch jeweils mindestens ein Zahn) ist nach der Implantatversorgung die Brückentherapie das Mittel der Wahl. Sind aber die Zahnlücken größer oder die Zahnreihe ist endständig verkürzt, funktionieren Brücken nicht mehr. Wenn dann, aus welchen Gründen auch immer, Implantate nicht gewünscht werden, kommt nur noch eine Lösung mit herausnehmbarem Zahnersatz in Frage. Die Kunststoffprothese mit federnden Klammern ist keine Endlösung, sondern darf nur als vorübergehende Lösung (Immediat- oder Interimsprothese) angewandt werden.

Die Teleskopprothese hält ohne Klammern. Das Prinzip sei hier erklärt.

Bei endständigen Lücken, wenn 2 oder mehr Zähne am Ende der Zahnreihe fehlen wird für eine Teleskopprothese in der Regel der jeweils letzte Zahn wie für eine herkömmliche Krone präpariert (beschliffen). Sind nur noch wenige Zähne im Mund, können alle Zähne präpariert werden. Nach Abformung fertigt der Zahntechniker in mehreren Arbeitschritten eine Primärkrone mit einer konischen Form und eine genau darauf passende zweite Krone. Die erste Krone wird auf dem präparierten Zahn fest aufzementiert. Die zweite dazu passende Krone ist in der Prothese verankert. Mit der Prothese gleiten dann die zweiten Kronen auf ihr Pendant im Mund. Dies gleicht dem Teleskopprinzip aus der Technik oder dem Prinzip ineinander passender Fingerhüte. Der Halt ist zuverlässig. Gefährdet sind innerhalb dieser Prothesen die endständigen teleskopierten Zähne, da diese durch den Kaudruck auf die Prothesenzähne minimal auf Kippung beansprucht werden. Sie können brechen. Anzustreben ist deshalb eine quadranguläre (Vierpunktabstützung) Abstützung mit der Geometrie eines Trapezes eventuell auch durch strategisch sinnvoll gesetzte Implantate. Eine Teleskopprothese sollte nicht länger als ein bis zwei Tage außerhalb des Mundes bleiben. Die Pfeiler laufen sonst Gefahr sich geringfügig in ihrer Stellung zu verändern, was dann ein Einsetzen der Prothese unmöglich macht. Teleskopprothesen mit quadrangulärer Abstützung haben eine sehr gute Prognose.

Die Versorgung von Einzel- oder Mehrzahnlücken

Hinlänglich bekannt ist die prothetische Versorgung von Einzel- oder Mehrzahnlücken durch Brücken. Diese Prothesenart ist immernoch die am weitesten verbreitete Therapie der Eintelzahnlücke und muss hier nicht näher beschrieben werden. Eine starke Konkurrenz und die ganz bestimmt bessere Lösung ist in diesem Fall das Einzelimplantat.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • kein Beschleifen (Präparieren) gesunder Zahnhartsubstanz
  • kein Foodimpaction (Speisenansammlung unter dem Zwischenglied)
  • besserer Erhalt des Knochens an der Stelle des fehlenden Zahns, da der Knochen das Implantat hält und damit wieder eine Funktion hat
  • bessere Hygienfähigkeit

Der Nachteil liegt bei den höheren Kosten.

Implantataufbau für Kronen
Implantatkronen

Das Leid mit der Teleskopprothese

Eingangs gilt es festzustellen: "Der Prozentsatz der Nichtkönner oder Pfuscher ist in jeder Berufsgruppe gleich". Wie könnte es auch anders sein.
Das gilt natürlich auch für den Berufsstand der Zahnärzte und Zahnärztinnen.

Warum aber werden die Teleskopprothesen scheinbar so viel öfter beklagt als andere zahnärztliche Arbeiten. In diesem Patientenforum halten sie einen Spitzenplatz der Beanstandungen.

Das ist leicht erklärt.

Füllungen, Inlays, Kronen und Brücken mit gravierenden Mängeln fallen den Patienten nicht auf. Sie bleiben in der Regel erst einmal im Mund. Später, nach ein paar Jahren, wenn die Mängel offenkundig werden, ist die Garantiezeit verstrichen, oder der Patient nimmt das billigend in Kauf.

Anders die Teleskopprothese. Hier kommt es auch oder vielleicht auch besonders auf Genauigkeit im Hunderstelmillimeterbereich an. Nur dann gleiten die Außenteleskope (die in der Prothese) leicht über die Innenteleskope (fest auf dem Zahn zementiert) und halten die Prothese sicher am Ort.

Wurde unpräzise gearbeitet, hier ist besonders die Zahntechnik gefragt, bleibt die Prothese entweder nicht sicher an ihrem Ort, die Teleskope haften nicht, oder sie verklemmen sich beim ersten Einsetzen und erreichen so nicht ihre Endposition. Beides ist falsch und vom Patienten keinesfalls zu tolerieren.

Sie sitzt zu locker:
Dann hilft nur eine Neuversorgung, möglicherweise unter Belassung der Primärteleskope auf den Zähnen. Alle nachträglichen Einarbeitungen von, wie auch immer gearteten Hilfsmitteln sind Bullshit und sollten von Patientenseite nicht toleriert werden.

Sie klemmt:
Entweder geht sie gar nicht in die Endposition, oder wird mit einiger Kraft eingepresst und verursacht damit ein starkes Spannungsgefühl. Hier kann man mit vorsichtigem Ausgummieren der Sekundärteleskope möglicherweise Abhilfe schaffen. Gelingt das nicht, bleibt nur s. o. die Neuversorgung. Die immer wieder beschriebenen Beschwichtigungsversuche der Behandler sind zwar menschlich irgendwo zu verstehen, fachlich und ethisch sind sie ein Desaster.

Merke:
Die Fehler bei der Versorgung mit Teleskopprothesen offenbaren sich sofort und trennen die Spreu vom Weizen.
Die besten Teleskope sind die Galvanoteleskope. Machen aber nur Wenige. Wenn diese nach 10 bis 15 Jahren etwas locker werden hängt man die Prothese nur eine Nacht ins Galvanobad und die Prothese haftet wieder.

Mittlerweile ist es auch zahnheilkundlich vertretbar, bei größeren Lücken als Pfeiler Implantate und natürliche Zähne zu kombinieren.